Bolivien

Wander- und Trekkingreise 2013
Reiserückblick von Yvonne, FreitagTravel

Wir sind wieder gesund von unserer faszinierenden Chile/Bolivienreise zurück und haben alle den Gipfel des Parinacota (6342 m) erfolgreich bestiegen. Gracias a Pachamama, der wir diese Reise gewidmet haben, unter anderem weil Andy und ich uns vor 24 Jahren in der Atacama Wüste kennen gelernt haben!
Die Göttin Mutter Erde präsentiert im Grenzgebiet Nordchile/Bolivien ihre Naturwunder besonders grosszügig. Wir durften diese grossartigen Landschaften des Andenhochlandes, dem sogenannten Altiplano, bestaunen und einmal mehr Reiserlebnisse "out of the box" geniessen.

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Andenhochland-Wüsten

Mit am eindrücklichsten ist für mich die unendliche Weite des Altiplano. Wir bewegen uns teilweise stundenlang in der Natur, ohne...

...einem anderen Fahrzeug oder einer Menschenseele zu begegnen.
Malerisch sind die Landschaften mit den zauberhaften Farbspielen der gelben Gräser der ausgedehnten Feuchtwiesen und den Braun- und Rottönen der Vulkanlandschaften der Anden, deren höchste Gipfel (viele davon über 6000 m hoch!) mit Schnee überzuckert sind. Immer wieder sieht man weidende Herden von domestizierten Lamas und Alpacas oder wilden Vicuñas.
Einmal haben wir besonderes Glück und können uns ganz nahe an ein Rudel Vicuñas heranpirschen, ohne dass diese anmutigen Tiere vor uns die Flucht ergreifen. Ein wunderbares Erlebnis! Zwischendrin leuchten auf dem Andenplateau auch Lagunen wie grüne und blaue Augen.

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Salar de Uyuni

Die Fahrt über den topfebenen Salar de Uyuni, der knapp ein Drittel der Fläche der Schweiz hat, löst bei uns ebenfalls Hochgefühle von...

...Freiheit aus. Die grösste Salzwüste der Welt erstreckt sich blendend weiss in alle Richtungen, soweit das Auge reicht. Sie besitzt die grössten Reserven der Welt an Mineralien wie Lithium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Borax und ist in mehreren Schichten von jeweils ein paar Metern aufgebaut.
Auf der mitten im Salzsee gelegenen Insel Incahuasi beeindrucken uns die z.T. 1000-jährigen Kandelaberkakteen und an unserem Akklimatisationsberg, dem Farbigen Tunupa (5150 m) faszinieren uns nicht nur das farbige Gestein und der gezackte Explosionskrater, sondern auch Mumien wohl aus der Prä-Inkazeit, die in einer Höhle am Fusse des Berges kauern.

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Auf ins 6000-er Abenteuer

Nach nur wenigen Stunden Schlaf sind wir noch vor Mitternacht aufgestanden und fuhren nach ''kurzem Frühstück'' im Hostal sogleich mit...

...Eliseo in die stockdunkle Nacht hinaus und durch schlafende Lamaherden hindurch, bis die Räder unseres 4x4  Geländewagens im Gemisch von Geröll, Lavaasche und Schnee auf einer Höhe von rund 5000 m durchdrehten… Im Schein unserer Stirnlampen suchten wir hinter unseren lokalen Bergführern den Weg im unteren Teil des riesigen Vulkankegels. Stundenlang war vom Gipfel keine Spur zu sehen! Weil es zunehmend kälter und windiger wurde, zog keiner gerne seine Daunenhandschuhe aus. Deshalb vermieden wir überflüssige Pausen und reduzierten das Trinken und Essen auf ein Minimum.

Auf ca. 5600 m montierten wir unsere Steigeisen, weil die Schneedecke an der 35% steilen Ostflanke zusehends kompakter wurde. Zum Glück halfen uns dabei unsere Bergführer Eric und Roberto...

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Vulkan Parinacota (6342 m)

Kurz nach 6 Uhr ging die Sonne auf, ein psychologisch enorm wichtiger Moment!
Der Gipfel ist zwar noch weit, aber...

...jetzt kann man wenigstens das Ziel sehen und realisiert, dass man doch schon Einiges an Höhe gewonnen hat. Aufkommende Kopfschmerzen konnte ich mental ausblenden. Man gibt noch einmal alles, auch wenn ab 6000 m wegen der dünnen Luft (Sauerstoffsättigung noch ca. 47%) die Kräfte gewaltig schwinden. Schritt für Schritt tastet man sich trotzdem langsam höher und steht irgendwann nach Atem ringend auf dem Gipfel! Temperatur: gefühlte minus 20°.
''Nie wieder!'', sagte ich mir beim Abstieg. Aber schon ein paar Tage später habe ich alle Mühen vergessen. Jetzt freue ich mich bereits auf unseren nächsten 6000-er im September 2013 in Ladakh!


Kunden-Feedback

«Die Informationen zur Chile/Bolivien – Reise von FreitagTravel haben mich von Beginn weg gefesselt und nicht mehr losgelassen.

Persönliche Gespräche mit den Reiseleitern haben mich überzeugt, dass solche Reisen auch für einen ''Unterländer'' mit Erfahrung bis knapp 4000m möglich sind. Andererseits wollte ich auch die Kultur, die Natur und die Bevölkerung auf dem Altiplano spüren, geniessen, erfahren und kennenlernen.

Andy’s Erfahrungen haben mir u.a. bei der richtigen Ausrüstung sehr geholfen, er hat mich persönlich beraten.

Die Reise war einzigartig, grandios, gut geplant und durchdacht und ausgesprochen kompetent, familiär und mit einem ganz speziellen Flair für Eindruck – Genuss – Wirkung durchgeführt.

Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen! Nehmt euch eine Auszeit mit FreitagTravel, es lohnt sich!»

Rolf (54), Oberrieden