Blog Ladakh

Kultur- und Trekkingreise 2013
Reiserückblick von Yvonne, FreitagTravel

Ladakh hat mich fasziniert und zugleich inspiriert. Nicht nur die grossartige Landschaft des Himalaya, sondern auch die einzigartige tibetischer Kultur und nicht zuletzt die Begegnungen mit Mönchen, Lamas und Reisenden haben mein Innerstes berührt. 
Diese einmalige Kombination von Natur und Spiritualität wollen wir auch 2014 für unsere Kunden erlebbar machen.

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Tibetischer Buddhismus

Der Buddhismus ist in Ladakh allgegenwärtig, überall trifft man auf Klöster mit wunderbaren Kunstschätzen und auf religiöse Symbole.

Sie sind sozusagen mit der kargen Felslandschaft des Himalaya verwoben und strahlen diese besondere Spiritualität aus, von der auch die Bewohner durchdrungen sind und die Ladakh so einzigartig macht. Das Sanskritwort Tantra bedeutet ja auch ''Gewebe'' -  eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Irdischem und Geistigem.

In den abgeschiedenen Hochtälern des Himalaya türmen sich endlos Steine und Felsen zu den weltweit höchsten Pässen und Gletscherbergen auf. Es gibt nur einzelne grüne Oasen, in denen sich Menschen angesiedelt haben. Weil dieses Land so schwer erreichbar war, konnte sich hier eine Kultur entwickeln, der die Bewohner bis heute treu geblieben sind. Es verwundert auch nicht, dass die Ladakhis eng mit der Natur verbunden sind und noch heute an Götter und Dämonen glauben. Die schamanischen Elemente, die ihren Ursprung in der Bön-Religion haben, verschmolzen mit den buddhistischen Elementen, so dass heute keine Trennung mehr möglich ist. So unterscheidet sich denn auch der Volksglaube von der hohen Philosophie des Buddhismus, von der nur wenige gebildete Mönche Kenntnis haben.

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Markha Valley und Dzo Jongo

Auf unserem Trekking durch das abwechslungsreiche Markha Valley zog uns die Atmosphäre in der gewaltigen Himalaya-Gebirgswelt, die von Bauwerken und Symbolen der buddhistischen Religion durchdrungen ist, in ihren Bann.

Wir wollten so hoch wie möglich hinauf, um zu erfahren, wie mystisch die dünne Luft ist...
Die Besteigung des Dzo Jongo (6040 m) verlief ohne grössere Probleme bei guten Bedingungen. Vom Base Camp auf 5100 m Höhe brachen wir um 02.00 in der Nacht auf.
Am langen Gipfelgrat mussten wir nicht einmal die Steigeisen montieren, da nicht so viel Schnee lag. Endlich war der Gipfel erreicht und unsere Mühen wurden mit einer herrlichen Aussicht belohnt!

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Klöster und Meditation

Wie staunte ich über die faszinierende Vielfalt an Abbildungen und Statuen unzähliger Gottheiten in den Klöstern!

Jede Gottheit symbolisiert eine bestimmte perfekte Eigenschaft Buddhas, jede Körper- und Handhaltung hat wiederum ihre eigene Bedeutung. Da im Buddhismus kein allmächtiger Gott existiert, dienen die Gottheiten bei der Meditation als Hilfe, die perfekte Eigenschaft zu übernehmen.
Mich beeindruckten am meisten die Klöster in Alchi und Hemis. Die tausendjährige Tempelanlage Alchi ist ein Juwel und beherbergt einige der wertvollsten Kunstschätze des westlichen Himalaya. Wegen seiner gut erhaltenen, hervorragenden Wandmalereien ist das Kloster von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden.
Beim Besuch der Klosteranlage Hemis, die im 17. Jahrhundert gegründet wurde, erlebten wir etwas Besonderes! Wir kamen per Zufall gerade rechtzeitig zu einer speziellen Nachmittagsandacht, einer Puja, die es nur zwei Mal im Monat gibt. Zu diesem Ereignis waren viele Einheimische, sowie Mönche und Nonnen des Rotkappen-Ordens herbeigeströmt und hatten sich im Klosterhof versammelt, in dem im Sommer die bedeutendsten Mysterienfeiern und Maskentänze Ladakhs stattfinden.


Stimmen von Gelehrten

«Eine einmal gelebte starke, intensive Erfahrung gehört nicht der Vergangenheit an. Sie lebt in jedem Augenblick in dir. Sie verlässt den Augenblick niemals.»
Drukpa Rinpoche, enger Vertrauter des Dalai Lama (*1963)
 

«Die Trägheit des westlichen Menschen besteht darin, dass er Leben derart mit fieberhafter Aktivität anfüllt, dass ihm keine Zeit mehr bleibt, sich mit den wahren Fragen auseinander zu setzen.»
Sogyal Rinpoche, tibetischer Lama (1947-2019)